30. Juni 2017 | Neues von bodo | bp

Worum es geht

Wer zu uns kommt, lebt auf der Straße, in schwierigen Wohnverhältnissen oder hat Angst, die eigene Wohnung zu verlieren. Wir versuchen, Menschen zu helfen, niedrigschwellig und durch Erfolgserlebnisse.

Nicht jeder, der unsere Hilfe sucht, wird Verkäufer des Straßenmagazins. In einem Erstgespräch klären wir, was dringend ist. Wir hören zu, begleiten, beraten und vermitteln an Kooperationspartner. Wer sich bei uns einfach nur ausruhen möchte oder wer neue Schuhe oder einen Schlafsack braucht, ist ebenfalls herzlich willkommen.

Wer Verkäufer werden will, muss sich zur Einhaltung unserer Regeln verpflichten. Gemeinsam suchen wir einen Verkaufsplatz aus. Neben einem Verkäuferausweis und der roten Verkäuferkleidung gibt es zehn Magazine zum Start. Wer weitermachen möchte, kauft in unseren Ausgabestellen Magazine für 1,25 Euro und verkauft sie auf der Straße für 2,50 Euro. Es gibt keine weitergehenden Verpflichtungen und kein Risiko: nicht verkaufte Zeitungen können zurückgetauscht werden. Die niederschwelligste Form der Beschäftigung.

Was es bringt

Tatsächlich geht es aber um viel mehr als um einen kleinen Zuverdienst. Wer Verkäufer des Straßenmagazins wird, hat oft eine lange Karriere von Niederlagen hinter sich. Der Verkauf des Straßenmagazins hingegen erzeugt Erfolgserlebnisse. Einsamkeit wird eingetauscht gegen Kontakte außerhalb der eigenen Szene und gegen das Miteinander der bodo-Verkäufer. Neues Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten wächst durch eigenes Handeln. Beratung und Begleitung lässt diese Erfolge nachhaltig werden.