30. Juni 2017 | Neues von bodo | bp

Was wir wollen

Straßenzeitungen sind ungewöhnliche Projekte. An der Schnittstelle von Journalismus und sozialer Arbeit wollen wir Geschichten aus Obdachlosigkeit, Sucht und Armut so erzählen, dass die Betroffenen nicht ein weiteres Mal an den Rand gedrängt werden.

Uns ist es wichtig, auch jenseits des Straßenmagazins in unsere Stadtgesellschaften hineinzuwirken. Ein Leitmotiv dieses Engagements könnte heißen: „Armut sichtbar machen“. Nicht um zu denunzieren, sondern um überhaupt Handlungsrahmen zu ihrer Bekämpfung zu schaffen. Gleichzeitig geht es um Respekt. Armut ist eine Schande, aber nicht die Schande der Armen.

In unseren sozialen Stadtführungen zeigen Verkäufer des Straßenmagazins als Experten, was Wohnungslosigkeit bedeutet und welche Hilfenetzwerke Halt bieten. Wir halten Vorträge, besuchen Schulklassen und zeigen, was aus unserer Sicht nötig ist und wo Engagement und professionelle Hilfe funktionieren.