30. August 2013 | Neues von bodo |

Lesung und Diskussion mit Norbert Mappes-Niediek

„Arme Roma, böse Zigeuner – Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt“ – Lesung und Diskussion am 11.09.2013 um 19 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus.

Warum kommen die Roma in Osteuropa aus ihrem Elend nicht heraus? Sind sie arm, weil sie diskriminiert werden, oder werden sie diskriminiert, weil sie arm sind? Sind sie arbeitsscheu, kriminell und womöglich dümmer als andere? So wird oft gefragt, wenn auch meistens hinter vorgehaltener Hand. Und die Antwort kennt man natürlich: »typisch Roma.« Der langjährige Balkan-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek unternimmt einen Faktencheck und kommt zu überraschenden Befunden. Zugleich kritisiert er die europäische Roma-Politik und die von ihr beförderte »Gypsy industry« fundamental und zeigt alternative Wege auf.
Norbert Mappes-Niediek, Journalist und Autor des jüngst veröffentlichten Buchs „Arme Roma, böse Zigeuner” vertritt die Meinung, dass vor allem die Armut vieler Sinti und Roma, die in der deutschen Mehrheitsgesellschaft wahrgenommen werde und für Unbehagen sorge. Das bedeute auf der einen Seite, dass die Klischees, mit denen sich Einwanderer aus Südosteuropa konfrontiert sehen, keinen ethnischen Hintergrund haben; auf der anderen Seite aber behindere die Armut aber auch die Integration der hier ankommenden Südosteuropäer und mache es für die betroffenen Familien kaum möglich aus dem Kreislauf auszubrechen. Der Autor wirbt für eine differenzierte Wahrnehmung der Lage.
Lesung im Dietrich-Keuning-Haus
Datum: Mittwoch, 11.09.2013
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Ort: DKH, Leopoldstr. 50-58, 44147 Dortmund

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Planerladen e.V. in Kooperation mit der Auslandsgesellschaft NRW.

Eine Rezension des Buchs “Arme Roma, böse Zigeuner” finden Sie hier:
http://www.bodoev.de/artikel/arme-roma-boese-zigeuner.html