Straßenmagazin

Jene sozialen Desaster

Zuletzt sprach er im Mai auf der Internetmesse „re:publica“ über die Selbstauslieferung an die Überwachung in der vernetzten Welt. Das Pubikum – irritiert: Zygmunt Bauman ist 89 Jahre alt, polnischer Jude, britischer Professor, Pfeifenraucher und so etwas wie der Grandseigneur der Soziologie. Seine Arbeiten über die Haltlosigkeit des Individuums in der flüchtigen Moderne, über die Logik des Konsums als System, das überflüssige Menschen produziere, oder seine angefeindeten Thesen zu einer Soziologie nach Auschwitz haben ihn zu einem der meistdiskutierten und -dekorierten Gesellschaftsforscher gemacht.

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Sackbahnhof Hartz IV

Der Gedanke, dass dieser Geburtstag auf irgendeine Weise bejubelt werden könnte, hat ihm keine Ruhe gelassen. 10 Jahre Hartz IV – für Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge kein Grund zu feiern, sondern Anlass aufzuzeigen, wie inhuman und unsozial das Gesetz ist.

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Blackbox Abschiebung

Theaterbesucher durchlaufen ein „Aufnahmeverfahren“ mit zum Teil empörend privaten Fragen, müssen zur Seite treten, um Platz zu machen für syrische Flüchtlinge, die als Nicht- EU-Bürger freien Zutritt haben. Das „Einreise“-Tribunal ist gespielt, die Flüchtlinge sind echt. Der folgende Vortrag des Journalisten Miltiadis Oulios über die europäische Abschiebepraxis ist radikal, die eingespielten Filme, in denen Abgeschobene sprechen, sind erschütternd. Am Ende diskutieren Syrer mit Dortmundern. Eine hochemotionale Veranstaltung, eine Überforderung, ein denkwürdiger Abend im Dezember.

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www.betterplace.org

Wer eine gemeinnützige Organisation finanziell unterstützt, tut das lieber, wenn er weiß, wofür seine Spenden genutzt werden. Genau an dieser Stelle setzt das Onlineportal „betterplace“ an.

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Spannende Perspektive

„Und hier können wir mal duschen, dort übernachten. Kleidung gibt es eine Ecke weiter…“ - eine Stadttour mal ganz anders, dann, wenn Menschen ohne Wohnung Ihnen „ihre“ Stadt zeigen, den Blick auf Orte lenken, an denen man sonst vorbeiläuft. Unsere Soziale Stadtführung verspricht einen spannenden Perspektivenwechsel.

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www.feminismus-im-pott.de

Seit Anfang Juli gibt es eine neue feministische Stimme im Ruhrgebiet. Auf dem Weblog feminismus-im-pott.de veröffentlicht eine Gruppe von zehn Autorinnen ganz unterschiedliche Inhalte zu im weitesten Sinne feministischen Themen. Neben Meinungstexten findet man auf der Webseite spannende Fotoreportagen und Essays.

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„Mein Name ist Mensch“

Respekt, unbürokratische Unterstützung, Bildungszugang und qualifizierteres Personal bei Behörden, Jugendämtern und Polizei, das die speziellen Sorgen von jungen Obdachlosen kennt – so die Forderungen von über 120 Jugendlichen auf dem 1. Bundeskongress der Straßenkinder in Berlin.

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Wegwerfen? Denkste!

Gerät kaputt? Gibt’s eben ein neues. Ans Reparierenlassen dachte lange kaum jemand. Mittlerweile aber ist eine „Kultur der Reparatur“ (siehe Interview) entstanden, die aus den Hobbykellern das Tageslicht erreicht hat – Hoffnung auf Abkehr von der Wegwerfgesellschaft. Im Evangelischen Gemeindehaus Nette eröffnete jetzt das erste Dortmunder „Repair Café“.

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Das ist vielleicht nicht Detroit

Recht auf Stadt im Ruhrgebiet

„Interventionen – Stadt für alle“ lautete der Titel einer ruhrgebietsweiten Konferenz, die im letzten September in Bochum stattfand. Die Konferenz gab den Anstoß für die Bildung eines offenen Netzwerks aus urbanen AktivistInnen und AkteurInnen aus sozialer Arbeit, Kunst, Kultur und Wissenschaft. Im Anschluss an die weltweite „Recht auf Stadt“-Bewegung fordert das Netzwerk heraus zur Diskussion über Engagement und Teilhabe in einer Nicht-Metropole. Ihr „Manifest“ trägt den provozierenden Titel „Von Detroit lernen“. Ein Interview.

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