1. September 2015 | Soziales | Redaktion

Schreiben über Roma

Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) hat in einer Studie die lokale Medienberichterstattung über die Migration aus Südosteuropa am Beispiel Duisburgs analysiert.

Für den Untersuchungszeitraum im Frühjahr/Frühsommer 2014 wurden alle Texte in den lokalen Tageszeitungen und den Wochenblättern untersucht, die sich mit rumänisch-bulgarischer bzw. „Roma-Zuwanderung“ befassen. Die Diskursanalyse deckt „massive Ausgrenzungseffekte“ in der Berichterstattung auf, vor allem durch die durchgehende Charakterisierung der Zuwanderer „als passive und anonyme Masse“, die mit den Aspekten Müll, Kinderreichtum, Nomadentum und (ethnisch begründeter) Kriminalität verknüpft werde. Das DISS formuliert Handlungsvorschläge für einen Perspektivwechsel in der Medienberichterstattung, die sich auch an andere Kommunen wenden. Die Studie gibt es zum kostenlosen Download unter www.diss-duisburg.de.