16. Juli 2013 | Neues von bodo |

Rund um den Nordmarkt

Foto: Martin Krämer

Am 13. Juli führten Vilim Brezina von den Urbanisten e.V. und bodo-Redakteur Sebastian Sellhorst durch das Quartier Nordmarkt der Dortmunder Nordstadt. Über 50 TeilnehmerInnen nahmen an dem Rundgang mit der Überschrift „Zwei halbe Wahrheiten“ teil.

Sie ließen sich während der zweistündigen Führung Orte zeigen, an denen die sozialen Brennpunkte der Nordstadt in direktem Kontrast zu spannenden Stadtteil-Projekten stehen. Der Rundgang startete vor der Auslandsgesellschaft Dortmund, vor der ein Mahnmal zum Gedenken der Opfer der rechtsextremen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ eingeweiht wurde. Am Bürgergarten „Kleine Heroldwiese“ stellten die Urbanisten ein Gartenprojekt vor, das versucht, zusammen mit den Bürgern der umliegenden Wohnhäuser die Nordstadt zu verschönern. Nur wenige Meter weiter führte der Rundgang vorbei an der Mallinckrodtstraße, an der Zuwanderer ohne Arbeitserlaubnis unter widrigsten Bedingungen ihre Arbeitskraft an lokale Unternehmer anbieten. Nach zwei Stunden endete die Führung am Nordmarkt, wo in einer offenen Gesprächsrunde persönliche Erfahrungen der teilnehmenden Bürger mit dem Viertel thematisiert wurden.