5. April 2013 |

RUBbottled: „Dein Pfand in ‚bodos‘ Hand“

An der Ruhruni Bochum startet das Projekt RUBbottled, entwickelt und umgesetzt von Studierenden der Uni. Das Ziel: Ein nachhaltiges System zur Pfandflaschensammlung – zu unseren Gunsten.

Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung schreibt:
„RubBottled ist ein soziales Non-Profit-Projekt aus dem studentischen Optionalbereich, das im Rahmen eines Seminars zum Projektmanagement entstanden ist. Studierende der RUB wollen Pfandflaschen sammeln und den Erlös an den gemeinnützigen Verein bodo e.V. spenden. Dazu lässt die Projektgruppe drei Spendentonnen für Pfandflaschen auf dem Campus aufstellen, die regelmäßig geleert werden. Hierbei möchte die Gruppe auch die Flaschensammler miteinbeziehen, die bisher das uneingelöste Campus-Pfand einsammelten. Die Feuerprobe steht allerdings noch bevor.Unter dem Motto „Dein Pfand in ‚bodos‘ Hand“ bietet die Projektgruppe RubBottled Studierenden und Dozierenden die Möglichkeit, ihre Pfandflaschen nicht selbst einzulösen, sondern sie für Menschen in schwierigen Lebenslagen zu spenden. Dazu stellt die Gruppe ab nächster Woche drei Sammeltonnen an den betriebsamsten Hot Spots der RUB auf: Im Eingangsbereich des HZO auf der Ebene 0, vor der Mensa und auf dem Flur vor der GB-Cafeteria. Die Firma Gemos, von der auch die übrigen Müllbehälter auf dem Campus stammen, hat dazu die drei benötigten Tonnen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Behälter werden zunächst regelmäßig von den Studierenden selbst geleert. Diese hoffen, dass die Idee erfolgreich ist und auch in den kommenden Semestern fortgeführt werden kann.
RubBottled besteht aus sieben Studierenden verschiedener Fachrichtungen. Mit dabei sind unter anderem Natur- und Sportwissenschaftler und ein Soziologe. „Wir haben uns für bodo entschieden, weil wir mit unserem Projekt Menschen unterstützen wollen, die es im Leben bisher nicht so einfach hatten“, sagt Sarah Peys, Mitglied von RubBottled. Sie studiert derzeit im dritten Semester Biologie. Es war ihr erstes Seminar im Optionalbereich. „Ob sich das Projekt dazu eignet, über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten zu werden, müssen wir nach einer Testphase entscheiden. bodo hat sich bereit erklärt, die Spende anzunehmen und angeboten, die Tonnen gegebenenfalls selbst zu leeren, wenn daraus ein längerfristiges Projekt werden sollte.“ Erst in der nächsten Woche, wenn die Tonnen kommen, möchte die Gruppe alles Weitere entscheiden. Bastian Pütter, leitender Redakteur des Straßenmagazins, weiß: „Es gibt so schon eine kleine, prekäre Ökonomie um diese Pfründe. Bisher scheint sie gut verteilt und bei uns geht es auch eher um soziale Netzwerke und Kontakte.“ Peys erklärt dazu: „Wir wollen den Flaschensammlern nicht auch noch ihr Stückchen Freiheit nehmen, sondern ihnen das Projekt erklären und eventuell eine Kooperation mit bodo anregen, um sie in den Prozess mit einzubeziehen. Denkbar wäre, dass sie die Tonnen leeren und anteilig an den Spenden beteiligt werden. So könnten alle davon profitieren.“