25. September 2013 | Neues von bodo |

Rechte Gewalt in Dortmund

Foto: Eisenhart Keimeyer

Am 31. August demonstrierte die Nazi-Partei „Die Rechte“, Sammlungsbewegung gewaltbereiter Neonazis, in Dortmund. Zum von den Nazis okkupierten „Antikriegstag“ kamen mit knapp 400 Teilnehmern deutlich weniger als erwartet. Mit einem desaströsen Ergebnis bei der Bundestagswahl kann der Plan, sich als rechtsextreme Alternative zur NPD zu etablieren, zudem als gescheitert gelten.

Unverändert hoch bleiben das Gewaltpotenzial und die rechtsterroristische Gefahr. Gegen Ende der Demonstration warf ein Neonazi einen Böller auf die Gegendemonstranten und verletzte die Landtagsabgeordnete der Piraten Birgit Rydlewski und vier weitere Personen (Bild) direkt in unserer Nähe. Nach einer Hausdurchsuchung in Baden-Württemberg in der Wohnung des Täters geht die Polizei davon aus, dass er zu einer Gruppe Neonazis gehört, die Sprengstoffanschläge mit präparierten Modellflugzeugen geplant hat.
Darüber hinaus ist die Beteiligung Dortmunder Neonazis am NSU-Mord am Dortmunder Mehmet Kubasik Thema im Prozess gegen Beate Zschäpe. Wie berichtet wurde ein Briefwechsel zwischen Zschäpe und dem Dortmunder Nazi Robin Sch. entdeckt, Zeugen haben das NSU-Trio mit Begleitung in Dortmund gesehen.
Mit 293 Straftaten politisch motivierter Kriminalität von rechts in 2012 und 89 Straftaten im ersten Halbjahr 2013 liegt Dortmund an erster Stelle in NRW.