23. Oktober 2013 | Soziales |

Raumkampf im Fanblock

In den letzten Monaten häufen sich Angriffe rechter Hooligans auf zivilcouragierte Fangruppen.

Als Auslöser gilt die erfolgreiche gewaltsame Vertreibung der antirassistischen Aachen Ultras (ACU) aus dem Stadion durch die rechtsextreme „Karlsbande” – ohne Widerstand der Vereinsführung. In Braunschweig griffen beim Auswärtsspiel in Gladbach 60 rechte Hooligans die Fangruppe „Ultras Braunschweig” (UB) unter antisemitischen Beschimpfungen an. Der Verein untersagte darauf den Opfern, weiterhin als Gruppe im Stadion aufzutreten.
Im Oktober überfielen nach dem Drittligaspiel MSV Duisburg gegen den 1. FC Saarbrücken rund dreißig Schläger der rechten „Division” eine andere Duisburger Fan-Gruppe, die „Kohorte”, die sich gegen Homophobie, Rassismus und Diskriminierung positioniert. Es gab mehrere Verletzte, unter der Tätern waren wohl auch Mitglieder des verbotenen “Nationalen Widerstands Dortmund”. Mitte Oktober verhinderten Hooligans des Regionalligisten Rot-Weiss Essen die Vorführung der Nazimusik-Dokumentation „Blut muss fließen“ durch das AWO-Fanprojekt.