2. Juli 2013 | Soziales |

Profite durch EU-Freizügigkeit

Gerade in der europäischen Krise profitiert Deutschland von der Freizügigkeit in Europa. In seinem Jahresgutachten stellt der Sachverständigenrat der Deutschen Stiftungen für Integration und Migration (SVR) klar, dass die BRD ein Magnet für Fachkräfte sei, die Akademikerquote der Zuwanderer sei höher als in der Mehrheitsbevölkerung – das gilt auch für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien.

Fast drei Viertel (72 Prozent) aller Bulgaren und Rumänen, die nach 2007 nach Deutschland gekommen und zwischen 25 und 44 Jahren alt sind, gingen einer Erwerbstätigkeit nach, heißt es im Jahresgutachten. „Armutszuwanderung ist bislang die Ausnahme, nicht die Regel“, sie verursache in einzelnen Kommunen (wie Dortmund oder Duisburg) jedoch besondere Kosten. Hier sei Unterstützung durch die Landesregierungen, den Bund und die EU nötig und möglich.
Für die Zukunft wünscht sich der Sachverständigenrat ein eigenes Ministerium für Integration und Migration. Die Zuständigkeit für diesen Bereich müsse nach der Bundestagswahl „aus dem Innenministerium abgezogen werden“.