23. Oktober 2013 | Neues von bodo | Pressemitteilung |

Petitionen: Café Berta und Kober

Am 17. Oktober, dem UN-Welttag zur Bekämpfung der Armut, organisierten Suppenküche Kana e.V., die ökumenische Wohnungslosen-Initiative Gast-Haus e.V. und bodo e.V. einen „Kreuzweg der Armut“ durch Dortmund. An mehreren Stationen wurde an Armut und Unrecht erinnert, beginnend am Mahnmal für die im Holocaust ermordeten Sinti und Roma am ehemaligen Ostbahnhof – einem kaum wahrgenommenen Erinnerungsort.

Weitere Stationen waren bodos Vereinssitz am Schwanenwall, die Reinoldikirche – hier sprach Wohnungslosenseelsorger Alfons Wiegel – und die Deutsche Bank.
Zwei Petitionen an die Stadt wurden am Ende der Kundgebung im Rathaus übergeben: Als freie Träger der Wohnungslosenhilfe fordern Kana, Gast-Haus und bodo den Erhalt des erfolgreichen Projekts Café Berta, des sogenannten „Trinkraums“ am Dortmunder Nordmarkt, dessen sozialarbeiterisches Angebot längst auch die schärfsten Kritiker überzeugt hat. Trotzdem will die Stadt das Angebot nicht weiterführen. Ebenso fordern die Unterzeichner eine Weiterfinanzierung der auch nach dem Verbot der Straßenprostitution dringend benötigten Prostitutiertenberatungsstelle Kober. Wir sind uns einig: Beide Einrichtungen leisten wichtige Arbeit im am stärksten belasteten Quartier der Stadt am Dortmunder Nordmarkt.