30. November 2012 | Pressemitteilung |

Paulo Coelho unterstützt soziale Straßenzeitungen

Am Freitag, 30. November erscheint die Dezemberausgabe des Straßenmagazins bodo. Auf diesmal 48 Seiten bietet bodo Soziales, Kultur, Geschichten aus der Region – und ein „Literatur extra“ mit dem brasilianischen Bestsellerautor Paulo Coelho.

Das Besondere: bodo gibt es nicht am Kiosk. Mehr als 100 Menschen in schwierigen sozialen Lagen verkaufen das Magazin auf der Straße. Die Hälfte des Verkaufspreises von 1,80 Euro bleibt bei ihnen. Für Verkäuferinnen und Verkäufer bietet bodo Beratung und Einzelfallhilfen, unterstützt sie dabei in Wohnraum zu kommen und hilft beim Umgang mit Ämtern und Behörden.
Paulo Coelho ist einer der meistgelesenen Autoren der Gegenwart. Nur Dan Brown hat mehr Exemplare eines einzelnen Titels verkauft. Der Brasilianer mit der schillernden Lebensgeschichte ist seit diesem Jahr Botschafter des Internationalen Netzwerks der Straßenzeitungen (INSP), in dem sich 120 Projekte in 40 Ländern und mit sechs Millionen Lesern pro Ausgabe zusammengeschlossen haben.
„Das gemeinsame Netzwerk ermöglicht es uns, neben Kooperation und gegenseitiger Unterstützung auch immer wieder ,große Namen' zu gewinnen“, erklärt Bastian Pütter, Redaktionsleiter bei bodo. Zuletzt gab es ein exklusives Interview mit dem Dalai Lama im August-Heft.
„Wir freuen uns riesig über die Unterstützung“, sagt Bastian Pütter. „Unser Ziel ist es, ein gutes, kleines Stadtmagazin zu machen, denn unsere Verkäufer wollen kein Almosen, sondern eine Zeitung verkaufen, die ihren Preis wert ist. Und: Je mehr Leser wir erreichen, desto mehr Menschen auf der Straße kann unser Angebot helfen.“ Da sei es schon sehr hilfreich, wenn ein Unterstützer zehn Millionen Facebook-Fans habe, lacht Pütter.
Für die Weihnachtsausgabe hat der gemeinnützige bodo e.V., der das Straßenmagazin herausgibt, die Auflage auf 20.000 erhöht. Ausgabestellen gibt es in Dortmund, Bochum, Unna, Witten und Herne.
Wichtig sei der Redaktion, dass die regionale Ausrichtung erhalten bleibe, deshalb wurde die aktuelle Ausgabe einfach erweitert: „Wir erzählen Geschichten von hier“, sagt Pütter, „nur vielleicht aus einer etwas anderen Perspektive.“
Im Dezemberheft schildert das Straßenmagazin, wie Menschen auf der Straße Weihnachten verbringen und welche „guten Geschichten“ die Arbeit mit den Verkäuferinnen und Verkäufern des Straßenmagazins schreibt.
Doch soziale Themen seien wie stets nur ein Teil des Hefts. Ebenfalls in bodo: Ein Bochumer „Teppich-Revolutionär“, eine Museumsleiterin, die sich ein Mammut wünscht, ein Dortmunder Musiker beim Gedenken in Mölln, Bäcker, die keine kleinen Brötchen backen wollen, ein Pfarrer, der feinen Pop vor den Altar holt, ein Römer, der „minimal“ kocht u.v.m.