3. Juni 2014 |

Migranten und ihre Sprache

Foto: Günter Havlena // pixelio.de

Entgegen allen Vorurteilen: Die meisten deutschsprachigen Zuwanderer kommunizieren mehr in der deutschen Sprache als in ihrer Herkunftssprache – und beherrschen sogar noch eine dritte. Dies zeigt die aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstitutes forsa im Auftrag vom Telefonieanbieter Ortel Mobile.

Jeder Zweite ist demnach so vollständig im deutschen Sprachraum angekommen, dass er die Sprache seines Herkunftslandes nicht mehr fließend beherrscht und sogar auf Deutsch träumt. Vier von fünf Befragten sprechen mit ihrem Partner hauptsächlich Deutsch, mit den eigenen Kindern hingegen erfolgt eine bewusste Erziehung zur Zweisprachigkeit: Hier wählen nur rund zwei Drittel Deutsch als Hauptsprache. Auch mit Freunden und Bekannten sprechen Migranten zum größeren Teil Deutsch, obwohl sie dort einfacher in ihre Heimatsprache wechseln könnten. Je nach Nation können zwischen 33 und 93 Prozent eine dritte Sprache, meist Englisch: Spitzenreiter ist Griechenland, dicht gefolgt von Südamerika.