16. Juli 2013 | Soziales |

Mahnmal in Dortmund

Ein Mahnmal erinnert in Dortmund an die Opfer des neonazistischen Terrors durch den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Die Gedenkstätte befindet sich am Hauptbahnhof, auf dem Vorplatz der Auslandsgesellschaft.

Ein paar Meter weiter steht das frühere Gestapo-Gefängnis Steinwache.
Die Inschrift ist in einen etwa zehn Meter langen Basaltstreifen eingraviert. Dort heißt es unter anderem: „Wir sind bestürzt und beschämt, dass diese terroristischen Gewalttaten über Jahre nicht als das erkannt wurden, was sie waren: Morde aus Menschenverachtung. Wir sagen: Nie wieder!” Die Inschrift ist in allen acht Städten mit Opfern des NSU-Terrors gleich. Ein im Boden eingelassener Lichtstreifen verbindet sie mit den Namen der Opfer, ihren Wohnorten und Daten ihrer Ermordungen. Diese sind in eine Stele aus Stein gemeißelt. Leider sind die Daten von zwei Nürnberger Opfern falsch – Oberbürgermeister Ullrich Sierau kündigte an, den Fehler schnell zu korrigieren.
Am 13. Juli wurde das Mahnmal bei einer Gedenkfeier zu Ehren Mehmet Kubasiks eingeweiht. 2006 hatten die Terroristen den 39jährigen Kubasik in seinem Kiosk an der Mallinckrodtstraße umgebracht.