2. November 2016 | Neues von bodo | bp

Was rechter Terror mit Betroffenen macht

Lesung am 23. November in Dortmund

Lesung am 23. November in Dortmund

Seit der Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) wird seine Geschichte erzählt, aufgedeckt, entwirrt. Als Konstrukt einer Dreierbande genauso wie als Erforschung des tatsächlichen Netzwerks von Mittätern, Unterstützern und Sympathisanten. Als „Praxisbeispiel“ einer rassistischen Ideologie, die um ihren mörderischen Kern nie einen Hehl gemacht hat. Als Geschichte einer beispiellosen Verstrickung staatlicher Stellen. Ein Sammelband widmet sich jetzt den Konsequenzen aus migrantischer Perspektive – am 23. November wird das Buch vorgestellt.

Was meist fehlt, ist die Perspektive derer, auf die die Taten zielten. Wie haben sich die Verdächtigungen, denen Angehörige und Freunde von Seiten der Polizei ausgesetzt waren, ausgewirkt? Wie die mangelnde Solidarität der Mehrheitsgesellschaft? Welche Spuren hinterlassen Rassismus und rechte Gewalt in den migrantischen Communities?

„Die haben gedacht, wir waren das“ versammelt Perspektiven von Opfern und Angehörigen, Persönlichkeiten aus Publizistik, Wissenschaft und Politik, Akteuren der antirassistischen Arbeit, allesamt mit Migrationshintergrund. Am 23.11. um 19 Uhr stellen wir das Buch in der Auslandsgesellschaft NRW in Dortmund vor. Zu Gast sind u.a. Kutlu Yurtseven und Bahar Aslan. Der Eintritt ist frei.