29. Juli 2015 | Soziales | Redaktion

Konto für alle

Ohne Konto kein Miet- oder Arbeitsvertrag, Rechnungen können nicht beglichen werden und Sozialleistungen werden immer seltener bar ausgezahlt

Geduldete Flüchtlinge oder Menschen ohne festen Wohnsitz haben bislang immer wieder Schwierigkeiten, ein Konto zu bekommen. Noch besteht kein Gesetzesanspruch darauf und Banken können somit „legal“ Kontoeröffnungen verweigern. Das wird jetzt anders, nicht zuletzt dank eines Sozialpfarrers aus Herne: Jürgen Klute (Foto links) hat als Abgeordneter der Linken im Europaparlament entscheidend am Recht auf ein Girokonto für alle mitgewirkt – schon Anfang 2016 soll in Deutschland die Europarichtlinie für einen diskriminierungsfreien Zugang zu einem Konto umgesetzt werden. Banken können mit Hilfe des neuen Gesetzes angewiesen werden, die Betroffenen als Kunden anzunehmen. Jürgen Klute wurde der Erfolg nicht gedankt: Seine Partei stellte ihn nicht mehr für das Parlament auf.