Kommentar

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Kommentar: Der Nazi und die Uni

Anfang Dezember betreten als Weihnachtsmänner verkleidete Antifa-AktivistInnen einen Hörsaal der Ruhruni Bochum und outen den im Raum sitzenden Dortmunder Nazi Michael Brück, der seit Oktober an der Ruhruni Jura studiert.

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Der Druck steigt?

Schreiben sie so dahin, die KollegInnen von WAZ bis Welt. Der Druck steigt. Sobald es um Flucht und Vertreibung geht, wird die Sprache blumig und Dinge handeln, nicht Menschen. Bislang saßen wir ja meist im Boot, das war gern voll. Aber seit die Ertrinkenden im Mittelmeer zumindest streckenweise mediale Aufmerksamkeit bekommen, sitzt Afrika im Boot und wir im Kessel. Unter Druck.

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Drei von Tausend

Unmittelbar von dem Erscheinen unseres letzten Heftes schaffte es Dortmund wieder auf den Spitzenplatz einer Tabelle. Wenn wir vom Fußball absehen, ist das meist keine gute Nachricht: Entweder sind es selbstgebastelte Superlative (Sie wissen schon: das größte Fichtengesteck) oder es hat was mit Armut so tun. Diesmal hatte das Statistische Bundesamt errechnet, dass Dortmund unter den 15 größten deutschen Städten die mit dem höchsten Armutsrisiko sei.

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Beate Zschäpes Dortmunder Brieffreund

Mitte Juni wird bei einer Zellendurchsuchung in der JVA Bielefeld-Senne ein 26-seitiger Brief der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe gefunden. Interessanter als der inzwischen vielfach kolportierte Inhalt ist der Adressat.

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Arme Roma, böse Zigeuner?

Norbert Mappes-Niediek ist Journalist, als langjähriger Balkan-Korrespondent weiß er, wovon er spricht, wenn er über die Stromversorgung im bulgarischen Plovdiv und über die ungarischen Roma-Dörfer schreibt. Mappes-Niediek war Berater des UN-Sonderbeauftragten für das ehemalige Jugoslawien, und das erklärt vielleicht auch den Duktus seines Buches. So seltsam es klingt, bei allen spannenden Reportage-Elementen ist „Arme Roma, böse Zigeuner“ ist vielleicht am ehesten ein „Roma für Dummies“, ein Ratgeber, klar und präzise in Sprache und Aufbau. Mappes-Niediek stellt Leitfragen, die die Leser bei ihren eigenen Ressentiments abholen: „Warum kommen sie und was suchen sie hier?“, „Werden sie überdurchschnittlich oft straffällig?“ oder „Sind sie eine Nation oder doch nur eine Unterschicht?“

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UmFAIRteilen!

Der Sachverhalt ist so simpel, dass ihn zu benennen immer irgendwie platt wirkt: In Deutschland werden die Reichen immer reicher und die Armen ärmer. Gemacht, müsste man ergänzen, damit der eh schon schrecklich banal klingende Satz die Nähe zum Wetterbericht einbüßt: „Kann man nichts machen, das ist der Herbst.“

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Flüchtlinge, keine Flutwellen

In Dortmund war es im Oktober durch mangelnde Koordination zu einer Überbelegung der Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge gekommen, die lokalen Medien berichteten von „Flutwellen“. Gleichzeitig positionierten sich Innenpolitiker bundesweit gegen „Asylmissbrauch“.

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Alarm! Kriminalität steigt dramatisch!

Kommentar Die Welt ist schlecht und es wird immer schlimmer – so wird seit ihrer Erfindung auf Verbrechensstatistiken reagiert, zuletzt auf Dortmunds Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2011.

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Immerhin die Tierseite

Eine Geschichte über Europa, Zuwanderung, Armut, Gewalt, Lügen, Journalismus und Wegsehen. Und eine mit einem griechischen Papagei. Die Dortmunder Ruhr Nachrichten haben seit einiger Zeit eine Tierseite. Was Schönes. Mal mit Pinguinen, mal mit Hundewelpen. Heute gab es einen Papagei. Pythagoras heißt das Tier und bespaßt im seniorengrauen Federkleid die Insassen eines Altenheims. Stoff für eine dreiviertel Zeitungsseite.

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