29. April 2014 | Soziales |

Kinderarmut im Ruhrgebiet

Foto: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.de

Während die Kinderarmut bundesweit in den vergangenen sieben Jahren langsam abgenommen hat, bleibt die Lage im Ruhrgebiet prekär: 2013 lebte jedes vierte Kind in materieller Armut.

Die Daten dazu und veranschaulichendes Kartenmaterial stellte Thomas Groos vom Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Ruhr-Universität Bochum zusammen. Im Ruhrgebiet sind 27,9 Prozent der unter Dreijährigen auf Leistungen nach dem SGB-II angewiesen – was in Deutschland allgemein als arm gilt. Diese Quote ist nahezu doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung des Ruhrgebiets. Für diese Kinder bedeutet das, dass sie nur stark eingeschränkt an Bildung, Sport, Gesundheit oder Kultur teilhaben können. Zwar ging die Quote für die U-Dreijährigen zwischen 2007 und 2013 um vier Prozentpunkte zurück und liegt damit im Bundestrend. Weite Teile Ostdeutschlands mit ebenfalls sehr hohen Kinderarmutsquoten entwickelten sich jedoch im gleichen Zeitraum erheblich positiver – mit einem Rückgang zwischen zehn und 19,2 Prozentpunkten.