4. August 2014 | Straßenmagazin |

„Kick Off Poverty!“

Foto: INSP

Kicken gegen die Armut – unter diesem Motto steht auch 2014 die jährlich ausgetragene Fußballweltmeisterschaft der Wohnungslosen. Insgesamt 500 obdachlose Männer und Frauen kämpfen um den Ball und für ihren Weg zurück in ein geregeltes Leben. Auch das deutsche Team steht im Oktober in Chile auf dem Platz.

Die Idee zum „Homeless World Cup“ (HWC) wurde 2001 bei der Internationalen Konferenz der Straßenzeitungen geboren, und schon 18 Monate später konnte das erste Turnier realisiert werden. Inzwischen hat der Fußball das Leben Tausender wohnungsloser Teilnehmer verbessert, allein 2012 waren mehr als 100.000 Spielerinnen und Spieler in den weltweiten Partnerprogrammen des HWC aktiv.

Jeder Spieler muss mindestens 16 Jahre alt sein und seine Obdachlosigkeit für ein Jahr vor der WM nachweisen können. Teilnahmeberechtigt sind auch noch nicht anerkannte oder abgelehnte Asylbewerber und Verkäufer von Straßenzeitungen. Die Teilnahme ist auf eine WM begrenzt.

Das Ziel der WM ist die Reintegration von Wohnungslosen in die Gesellschaft. Schon mit den Vorbereitungen haben diese eine „Kick Off Poverty!“ Kicken gegen die Armut – unter diesem Motto steht auch 2014 die jährlich ausgetragene Fußballweltmeisterschaft der Wohnungslosen. Insgesamt 500 obdachlose Männer und Frauen kämpfen um den Ball und für ihren Weg zurück in ein geregeltes Leben.

Nach einem erfolgreichen Turnier 2013 in Polen sind die Mannschaften nun vom 19. bis 26. Oktober in Santiagos Stadion „Plaza de Armas“ zu Gast. Über 100.000 Zuschauer werden für den 12. HWC, welcher acht Tage andauert, erwartet. Für die 62 Nationen gilt es, die amtierenden Weltmeister Brasilien (bei den Männern) und Mexiko (bei den Frauen) in zweimal 7 Minuten zu schlagen. Auch die deutsche Mannschaft hofft auf einen Sieg, nachdem sie im letzten Jahr ihren ersten Pokal seit Beginn der Teilnahme 2003 in der Kategorie „Cup of Tolerance“ gewinnen konnte.