29. April 2015 | Neues von bodo |

INSPiration

Treffen der deutschsprachigen Straßenzeitungen

Treffen der deutschsprachigen Straßenzeitungen

Von Kiel bis Basel, von Köln bis Jena: Im April trafen sich RedakteurInnen der deutschsprachigen Straßenzeitungen zu einer Konferenz in Nürnberg, um voneinander zu lernen, die Zusammenarbeit weiter zu stärken und, ja: immer bessere Magazine zu machen.

In Vorträgen und Arbeitsgruppen setzen wir uns mit dem besonderen „Produkt“ Straßenzeitung auseinander, das es ohne seinen besonderen „Vertriebsweg“ nicht gäbe. Wir erleben täglich, wie der Verkauf des Straßenmagazins Wege aus der Krise eröffnet. Wir und unsere KollegInnen machen Journalismus, aber eben auch soziale Arbeit und Lobbyarbeit für die Interessen der Menschen am Rand der Gesellschaft. In welcher Gewichtung und wie sehr sich diese Felder bei Straßenzeitungen trennen lassen, war ein heiß diskutiertes Thema in Nürnberg.

Ich selbst durfte einen Vortrag über Sie halten bzw. darüber, was wir von Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern wissen, wie wir auf Ihre und auf die Wünsche unserer VerkäuferInnen eingehen können.

„Irgendwer da draußen?“ hieß mein Beitrag – eine gute Gelegenheit auch hier noch einmal zu sagen, wie sehr wir uns über Kritik, Anregungen und Leserpost insgesamt freuen.

Unter anderem tragen wir gerade die Marktund Leserforschungsergebnisse aus dem deutschsprachigen Raum zusammen und entwickeln Modelle, unsere VerkäuferInnen noch stärker als über die Verkäuferversammlungen einzubinden.

Die Konferenz – wunderbar organisiert von unseren Gastgebern beim „strassenkreuzer“ – war gedacht als Ergänzung zu unseren jährlichen Weltkonferenzen des INSP, dem Internationalen Netzwerk der Straßenzeitungen. Ende Juni trifft sich das Netzwerk aus mehr als 120 „Street Papers“ in Seattle. Freunde und KollegInnen aus Europa, Afrika, Asien, Australien und Amerika werden über die Zukunft der Straßenzeitungen diskutieren.

Nürnberg galt zudem als Angebot für die, denen der Weg in diesem Jahr zu weit und zu teuer ist. Auch wir sind diesmal in Seattle nicht dabei, freuen uns aber schon auf die nächste Konferenz, bei der unsere Freunde von Shedia in Athen Gastgeber sein werden.