5. April 2013 | Neues von bodo | Soziales |

Infostand gegen die Kälte am Samstag

DortmunderInnen spenden Schals und Jacken

Eine überwältigende Spendenbereitschaft erlebten wir am Samstag, 4. Februar auf Dortmunds klirrend kaltem Westenhellweg. Mit einem Infostand, Zeitungen und warmen Getränken war bodo vor die Reinoldikirche gezogen, um den VerkäuferInnen des Straßenmagazins zur Seite zu stehen.
Was dann passierte, überraschte uns alle.

Nur das Lokalradio 91.2 hatte bodos Bitte um Kleider- und Schlafsackspenden gebracht, doch diesem Aufruf folgten viele DortmunderInnen. Fast im Minutentakt trafen Mützen, Schals, Winterjacken, Decke und Schlafsäcke ein.
Bereits um 14 Uhr mussten wir unsere Zelte abbrechen – unser Transporter war voll!
Zur Zeit sortieren wir die Sachspenden und packen „Bestellungen“ unserer Kooperationspartner der Wohnungslosenhilfe.
Wir alle bedanken uns herzlich für die große Unterstützung!
Hier unser Vorabbericht:
Am Samstag, 4. Februar um 10 Uhr zieht der Verein mit einem Infostand, mit einer Zeitungsausgabe an die Verkäufer und mit warmen Getränken und Kleiderspenden vor die Reinoldikirche. „Wir möchten unseren Verkäuferinnen und Verkäufern zur Seite stehen“, sagt Tanja Walter, Geschäftsführerin bei bodo.
Die eisigen Temperaturen bedeuten für Menschen auf der Straße nicht nur nachts große gesundheitliche Gefahren. „Wer zur Zeit in den Fußgängerzonen und vor Supermärkten das Straßenmagazin bodo anbietet, ist wirklich auf das Geld durch den Verkauf angewiesen. Gerne macht das bei diesem Wetter niemand“, sagt Tanja Walter, Geschäftsführerin bei bodo. „Viele unserer Verkäufer sind schon jetzt gesundheitlich angeschlagen.“
Der Verein appelliert an die Dortmunderinnen und Dortmunder, den bodo-Verkäufern den Aufenthalt in der Kälte zu verkürzen. „So direkt wie jetzt fordern wir sonst nicht auf, aber: kaufen Sie eine bodo, wenn Sie einen Verkäufer sehen“, bittet Redaktionsleiter Bastian Pütter. Die Februarausgabe ist soeben erschienen.
Ein Teil der zur Zeit aktiven Verkäufer erhalte keine oder eingeschränkte staatliche Leistungen und sei allein auf den Verkauf des Straßenmagazins angewiesen. „Das ist schon an warmen Tagen kaum zu schaffen, bei dieser Kälte ist es sehr hart.“
Was die Versorgung mit Schlafplätzen angehe, sei der Verein einigermaßen beruhigt, sagt Bastian Pütter, dem entspannten Wohnungsmarkt und der greifenden Hilfen sei Dank. „Viele unserer Verkäufer haben inzwischen Wohnraum, für die obdachlosen Mitarbeiter gibt es Schlafplätze, im Notfall auch noch in den Übernachtungsstellen.“ Viele Wohnungslose kämen aber auch anders unter – man rücke zusammen. Für diejenigen, die zurzeit draußen schliefen, sei die Situation allerdings lebensgefährlich. „Wer gut ausgestattet ist und Erfahrung hat, kommt da durch, für die anderen ist es schlimm.“