2. Juli 2014 | Soziales |

Gegen Muslime, Flüchtlinge, Roma

Etwa jeder fünfte Deutsche (18,1 Prozent) ist im Jahr 2014 explizit ausländerfeindlich eingestellt – verglichen mit 2012 ein Rückgang um 7 Prozent. In der im Juni vorgestellten „Mitte- Studie“ der Universität Leipzig ist dies eine der wenigen positiven Befunde.

Alarmierend sind die wachsenden Ressentiments gegenüber Muslimen, Flüchtlingen und Roma. 43 Prozent der Deutschen fühlen sich angesichts von Zuwanderung „manchmal wie ein Fremder im eigenen Land“. 2011 waren es noch rund 30 Prozent. Ähnlich stark ist die Abneigung gegen Roma gestiegen. 2012 hatten noch 40 Prozent Probleme damit, wenn sich Roma in ihrer Wohngegend aufhalten, inzwischen sind es 55,4 Prozent. Für eine Vertreibung von Roma aus Innenstädten sind inzwischen 47 Prozent der Deutschen (2012: 27,7 Prozent).

Die Ablehnung gegenüber Flüchtlingen hat sich seit 2012 beinahe verdreifacht. Der Aussage, der Staat solle bei der Prüfung von Asylanträgen nicht großzügig sein, stimmten vor zwei Jahren 25,8 Prozent zu, aktuell sind es 76 Prozent.