27. Juni 2012 | Soziales |

Envio-Gutachten ermöglicht!

Der Envio-Opferfonds war erfolgreich: In nur wenigen Wochen sammelte die Initiative insgesamt 10.000 Euro, um den betroffenen Arbeitern die Finanzierung unabhängiger Gutachter zu ermöglichen.

Am Mittwoch wurde in unserem Buchladen die Spende übergeben.
Seit dem 9. Mai 2012 steht die Envio-Führungsspitze vor Gericht. Die Angeklagten werden wegen vorsätzlicher Körperverletzung in über 50 Fällen angeklagt. In der größten PCB-Katastrophe der letzten Jahrzehnte wurden am Dortmunder Hafen zahlreiche Menschen mit PCB schwer vergiftet. Bereits am ersten Prozesstag brüskierte der Envio-Anwalt Neuhaus die Opfer, indem er behauptete, die bis zu 25.000-fach erhöhten PCB-Werte seien dem ungesunden Lebensstil der ehemaligen Arbeiter geschuldet. (bodo 6/12)
Aus Solidarität mit den Opfern hat bodo e.V. ein Spendenkonto zur Verfügung gestellt und die Annahme und Weiterleitung der Spenden übernommen. Spenden, die über die benötigte Summe hinaus eingehen, werden an den Förderverein des Westfälischen Kinderzentrums e.V. weitergeleitet.
Die Spendenübergabe fand am Mittwoch in unserem Buchladen statt. Auf der anschließenden Pressekonferenz beantwortete der Anwalt der Nebenkläger, Dr. Reinhard Birkenstock Fragen der JournalistInnen.