6. November 2014 | Neues von bodo |

„Die Stadt gehört allen!“

„Vertreibung ist keine Lösung!“ – am 17. Oktober, dem UNO-Welttag für die Beseitigung der Armut, machten Mitglieder und Freunde der Suppenküche Kana in der Dortmunder Innenstadt auf die wachsende Vertreibung und Ausgrenzung obdachloser Menschen in Europa und in der Stadt aufmerksam.

Mit einer Mahnwache forderten sie Solidarität mit den Ärmsten, es gelte, die „Not der Betroffenen anzunehmen“, statt sie durch Verdrängung vermeintlich unsichtbar zu machen.

Während die europäische Finanzkrise vor allem in Südeuropa Hunderttausende obdachlos gemacht habe, die statt mit einer gerechten Sozialpolitik oft mit Sanktionen und Vertreibung aus den Innenstädten konfrontiert seien, wachse auch in Deutschland die Zahl der Wohnungslosen wieder.

Allein bei „Kana“ erhalten täglich 300 Gäste ein warmes Mittagessen, das sie sich sonst nicht leisten können. Der ehemalige Wohnungslosenseelsorger Reinhart Ellbracht warb dafür, sich an die „Seite der Armen zu stellen“, denn: „Die Stadt gehört allen!“