23. September 2016 |

Demo gegen rechte Gewalt

24. September, 13 Uhr, Hauptbahnhof Nordausgang

24. September, 13 Uhr, Hauptbahnhof Nordausgang

Unter dem Motto „Es reicht!“ findet am morgigen Samstag in Dortmund eine Demonstration gegen rechte Gewalt statt. Rund 40 Gruppen, Initiativen und Vereine gehören zu dem gleichnamigen Bündnis, das ein Zeichen gegen die in Dortmund wieder zunehmende Gewalt von Neonazis setzen will.

Seit mehreren Wochen haben sich Angriffe auf Linke durch Dortmunder Neonazis wieder gehäuft: Anfang August wurde ein junger Antifaschist mit einem Messer angegriffen, es gab Flaschenwürfe auf Linke und Farbanschläge auf das linke Kulturzentrum „Langer August“ und auf Häuser, in denen Antifaschisten wohnen.

„Die Dortmunder Naziszene hat eine lange Tradition gewalttätiger Übergriffe. Auch fünf Morde in Dortmund gehen auf das Konto der Dortmunder Nazis“, schreibt zum Beispiel die Autonome Antifa 170 in ihrem Aufruf. Der Neonazi Sven Kahlin erstach 2005 den Punk Thomas „Schmuddel“ Schulz, der Neonazi Michael Berger erschoss im Sommer 2000 zwei Polizisten und eine Polizistin. Der „Nationalsozialistische Untergrund“ ermordete vor zehn Jahren Mehmet Kubaşık. Nach dem Verbot des „Nationalen Widerstands“, einer Reorganisation im Parteigewand von „Die Rechte“ und „einer kurzen seriös-parlamentarischen Phase knüpfen die Nazis nun wieder an alte gewalttätige Zeiten an“, so die Gruppe weiter.

Das Bündnis „Es reicht“ schreibt in seinem Aufruf: „Wir wollen in einer Stadt leben, in der sich jeder und jede ohne Angst bewegen kann – überall! Und das betrifft uns alle – denn jede und jeder, der nicht in das Weltbild der Nazis passt, steht vor der Gefahr eines Übergriffes. Wenn wir uns nicht spalten lassen und gemeinsam für eine offene Gesellschaft kämpfen, zeigen wir den Nazis, dass sie hier nichts zu sagen haben.“

Die Demonstration „Es reicht – Rechte Gewalt stoppen in Dortmund und anderswo“ beginnt am Samstag, 24. September, um 13 Uhr am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs.