26. August 2016 | bp

bodo im September

Wie wollen wir wohnen? Besser lügen unterm U? Brennpunkt Brückstraße? Am Mittwoch erscheint die Septemberausgabe des Straßenmagazins: Soziales, Kultur, Geschichten von hier. 2,50 Euro, die Hälfte für den Verkäufer / die Verkäuferin.

Für die Septemberausgabe trifft „bodo“ Baron John Bird, der auf eine beispiellose Karriere zurückblickt: Nach einer Jugend auf der Straße und im Gefängnis gründete er 1991 „The Big Issue“, die erste Straßenzeitung in Europa und Vorbild für „bodo“. Inzwischen sitzt er im „House of Lords“, dem britischen Oberhaus.

Im Bochumer Ehrenfeld schwebte im Juli zwischen zwei Hauswänden „Bloon“, eine 50 Kubikmeter große Wohnblase – das Aufsehen erregende Ergebnis eines Wettbewerbs zum Thema studentisches Wohnen an der Hochschule Bochum. Das Straßenmagazin befragt ExpertInnen, wie schnelle und günstige Lösungen für Wohnungsmangel aussehen müssten – die VerkäuferInnen des Straßenmagazins.

Alle reden über Flüchtlinge – die wenigsten mit ihnen. Das gilt oft auch für die Berichterstattung deutscher Medien. Das Bochumer Projekt Re:Speech will das nun ändern: Hier arbeiten Flüchtlinge an einem Medium, in dem sie selbst ihre Geschichten erzählen und über Themen berichten, die sie beschäftigen.

Favoriten 2016, das selbsternannte „beste Theaterfestival der Welt“, bespielt in diesem Jahr das Dortmunder Unionviertel und provoziert lustvoll mit der Forderung, „das Gold des ‚U‘ anders zu verteilen“. Favoriten setzt auf die besseren Lügen unterm U – und einen Autoscooter als Festivalzentrum.

Die Moderatorin und Filmemacherin Mo Asumang liefert in ihrem Buch „Mo und die Arier – Allein unter Nazis und Rassisten“ eine Aufarbeitung der eigenen lebenslangen Erfahrungen mit Rassismus. Im September kommt sie ins Ruhrgebiet.

„bodo“ besucht Dortmunds Brückstraße. Für die einen alternative Einkaufsstraße, Kulturort und Szeneviertel, für die Polizei eine „kriminogene Zone“, der nun Videoüberwachung helfen soll.

Fans hat der Mann mit dem martialischen Künstlernamen Tom Angelripper auf der ganzen Welt. Im Heavy-Metal-Universum ist seine Band Sodom eine Größe. Sein persönlicher Rückzugsort ist ein 100 Hektar großes Waldstück kurz hinter Hattingen, wo er seiner Passion als Jäger nachgeht.

Weitere Themen: Das Roma-Festival „Djelem Djelem“, Spanisch essen im Bochumer „Blaubuchsen-Viertel“, die Welt 2030, „Mord am Hellweg“, Sicherheitsdienste in Flüchtlingseinrichtungen, Einkommensungleichheit, Schafe auf Dächern, eine neue Anlaufstelle für bodo, Verkaufsplatzgeschichten, der kommentierte Veranstaltungskalender mit vielen Verlosungen uvm.

Zeitgleich mit der Septemberausgabe des Straßenmagazins erscheint mit „bodo schwatzgelb“ ein zweites Heft, gemeinsam entwickelt mit „schwatzgelb.de“, dem größten Fußball-Fanblog Deutschlands. Beide Hefte kosten je 2,50 Euro, die Hälfte des Verkaufspreises behält der Verkäufer / die Verkäuferin.

Die nächsten sozialen Stadtführungen durch bodo-Verkäufer finden am Samstag, 10. September in Dortmund und am Samstag, 17. September in Bochum statt. Treffpunkt ist jeweils um 11 Uhr an den Anlaufstellen des Vereins (Schwanenwall 36 – 38 in Dortmund, Stühmeyerstraße 33 in Bochum). Der Unkostenbeitrag für die zweistündige Führung sind 5 Euro, erm. 2,50 Euro.