30. April 2014 | Pressemitteilung |

„bodo“ im Mai: Jahnke, Bejarano, Butterwegge

Soziales, Kultur, Geschichten von hier. Das Straßenmagazin erscheint im Mai mit diesen Themen. „bodo“ gibt es nur auf der Straße. Das Magazin kostet 2,50 Euro, die Hälfte behält der Verkäufer.

Gerburg Jahnke
Die überzeugte Oberhausenerin gehört zu den bedeutendsten deutschen Kabarettistinnen. Weil sie die „Ignoranz gegenüber weiblicher Humorfähigkeit“ nervt, betreibt sie mit Formaten wie „Ladies Night“, „Damenbad“ oder „Frau Jahnke hat eingeladen“ ganz praktische Frauenförderung in der Branche.

Sehen wie hören
Wer unter Gebärdensprache sachliches Zeichengeben versteht, wird nach einer Aufführung in der Reihe „lautlosstark“ im „Rottstr5 Theater“ anders denken. Gestik und Mimik der Simultanübersetzung entwickeln eine darstellerische Kraft, wie man sie vom expressiven Stummfilmkino kennt.

„Fordern und überfordern”
Armutsforscher Christoph Butterwegge über die Scheinwahrheit, dass hier niemand hungern müsse, die kleingerechnete Armut, die Leistungsethik auch im Umgang mit Armen, den „Sozialneid nach unten“ und Wege aus der Krise des Sozialstaats.

Esther Bejarano
Als Mitglied im Mädchenorchester von Auschwitz überlebte sie die Shoa. Heute, mit 89 Jahren, ist sie mit einer HipHop-Band auf Tour. Eine Begegnung mit einer faszinierenden Frau.

Gewollte Stadt
Auf das Doppelte verbreiterten Straßen, Hochhäuser mit bis zu vierzig Stockwerken – aus Dortmund-Dorstfeld sollte 1918 ein Ruhrgebiets-Manhattan werden. Entschädigungen für Abrisse sollte es nicht geben. Das Ergebnis: Ein Modernisierungsstop, der bis weit in die 1970er Jahre wirkte.

Fortgeschrittenes Westfalen-Stadium
„Grau is' alle Theorie – entscheidend is auf'm Platz“, wusste BVB-Legende Adi Preißler. Schon, aber ohne die Ränge drumherum wäre alles nichts, wissen Uli Hesse und Gregor Schnittker. Die Journalisten haben mit „Unser ganzes Leben“ eine große Fangeschichte zusammengestellt, die auch die dunklen Kapitel der BVB-Geschichte nicht ausspart. Ein Gespräch über Veteranen, die Borussen-Front und neue Nazis, „echte Liebe“ und über Jahre im Paradies.

Außerdem:
Post aus Stolipinovo, ein Dortmunder macht Schule in Indien, Uwe Schmieder über Heiner Müller, Wohnungslose wählen, 1,54 Euro Stundenlohn können rechtens sein, Bochumer Suppen, Inklusionsfakten, „Sozialbetrug und so“, der kommentierte Veranstaltungskalender, Verlosungen (The Baseballs, Science Slam im Bahnhof Langendreer, Fidena 2014, Klangvokal Operngala), uvm.

In der monatlichen Kulturreihe „2. Freitag“ spielt am 9. Mai die rumänische Straßenband „RomStar“ jazziges und traditionelles bei „bodo“ am Schwanenwall 36 – 38 in Dortmund. Beginn 19.30h, der Eintritt ist frei.