30. Januar 2015 | Neues von bodo |

Auf die nächsten 20!

So richtig an die große Glocke hängen wir es gar nicht, aber: Wir haben Geburtstag. Von genau 20 Jahren erschien die erste bodo.

Von einem Tag auf den anderen rückten im Februar 1995 Menschen in unseren Städten vom Rand der Gesellschaft ein Stück in Richtung Mitte. Menschen, die sich fast unsichtbar unter uns bewegten, um die man – wenn sie denn auffielen – vielleicht einen Bogen machte, waren plötzlich ansprechbar. Sie saßen nicht, mit einem Pappbecher oder ohne, in Hauseingängen oder in Fußgängerzonen, sondern stellten sich und hatten etwas anzubieten. Die Erfolgsgeschichte, die die sozialen Straßenzeitungen seitdem (viele von ihnen sind fast gleichalt) schreiben, ist nicht eine von Auflage und verlegerischem Erfolg. Sie ist die Geschichte von Menschen, die über eine selbstbestimmte Tätigkeit und über den Kontakt zu Ihnen neues Zutrauen in sich selbst gewinnen. Die merken, dass sie eben nicht unsichtbar sind, die herausfinden aus Einsamkeit und Perspektivlosigkeit und ihre Probleme gemeinsam mit uns angehen. Bald 1.000 waren es seitdem bei bodo, Hundertausende weltweit bei inzwischen mehr als 120 Straßenzeitungen von Norwegen bis Südafrika und von Kolumbien bis Japan. So sehr wir uns unterscheiden, so sehr entsprechen sich unsere Grundsätze: Respekt, eine offene Tür und ein offenes Ohr, die Hälfte für den Verkäufer. Und weil das funktioniert, machen wir mit Ihrer Hilfe einfach weiter. Auf die nächsten 20!