1. März 2017 | Neues von bodo | bp

Vier Fragen an bodo

Seit 22 Jahren gibt es nun unser Straßenmagazin, seine Grundidee teilt es mit mehr als 100 befreundeten Projekten auf der ganzen Welt. Wir freuen uns über einen treuen – und bemerkenswert großen – Kreis von regelmäßigen Lesern, trotzdem kommen jeden Monat Menschen neu mit bodo in Kontakt – und haben Fragen. Vier der häufigsten beantworten wir hier.

Wer sind eigentlich die bodo-Verkäufer?
Zu uns kommt, wer obdachlos ist oder war oder in ungesicherten Wohnverhältnissen lebt. Unsere VerkäuferInnen – 180 im vergangenen Jahr – sind von Armut betroffen und suchen einen Weg aus der Krise. Wir begleiten sie dabei, beraten und vermitteln Hilfen.

Sind bodo-Verkäufer fest angestellt?
Nein. Der Verkauf ist ein niederschwelliges Zuverdienstangebot und an unsere Beratungsangebote gekoppelt. Jeder Verkäufer entscheidet, wie viel er verkauft, indem er Magazine für 1,25 Euro bei uns kauft und auf der Straße für 2,50 Euro verkauft.

Gibt es auch „falsche“ bodo-Verkäufer?
Alle unsere Verkäufer haben einen wetterfesten Ausweis in Form einer Plastikkarte, auf dem Sie das Foto, den Namen und die jeweilige Verkäufernummer finden. Darüber hinaus haben alle rote Kapuzenpullover und Regenjacken erhalten, die natürlich nicht durchgehend getragen werden. Es gibt aber auch immer einmal Menschen, die gefundene oder (regelwidrig) weitergegebene Zeitungen anbieten. Sie haben sich nicht zur Einhaltung unserer Regeln verpflichtet, nutzen Beratungsangebote nicht und sind für uns nicht erreichbar. Unsere Bitte: Kaufen Sie bitte nur bei VerkäuferInnen, die sichtbar ihren Verkaufsausweis tragen.

Spenden oder kaufen?
Geben und (mit-)nehmen! bodo-Verkäufer betteln nicht. Sie haben ein Produkt anzubieten und freuen sich über jeden Kunden. Auch wenn die meisten eine kleine Spende nicht ablehnen, besteht das Erfolgserlebnis im Verkauf auf Augenhöhe, nicht in der Annahme von Almosen. Wenn Sie einen Verkäufer unterstützen möchten und bereits ein aktuelles Heft haben, verschenken Sie doch einfach Ihre „Zweit-bodo“ an jemanden, der uns noch nicht kennt.