1. Oktober 2014 | Neues von bodo |

20 Jahre Straßenzeitungen

Vor 20 Jahren kam eine einfache Idee über den Ärmelkanal nach Deutschland: Wohnungslose sollten nicht länger auf Almosen angewiesen sein, sondern – Hilfe zur Selbsthilfe – mit dem Verkauf sozialer Straßenzeitungen ihr Leben selbst wieder in die Hand nehmen können. Um es kurz zu machen: Ein Erfolgsmodell.

Inzwischen sind die Straßenzeitungen eine weltweite Bewegung mit 123 gut vernetzten Zeitungsprojekten in Amerika, Asien, Europa, Afrika und Australien und insgesamt 6 Millionen Lesern.

In Deutschland stand und steht nun für viele der 20. Geburtstag an, für meist freie und spendenfinanzierte Einrichtungen ein geradezu biblisches Alter. Auch bodo e.V. wurde vor genau 20 Jahren gegründet. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten stellen wir uns aber gerne hinten an, denn das erste Heft erschien erst im Februar 1995 – das werden wir im nächsten Jahr groß feiern.

Jubiläums-„Marathon“

Den Auftakt machten unsere KollegInnen in Hamburg und München Ende letzten Jahres. Über Hamburg war die „einfache Idee“ ins Ruhrgebiet gekommen. Und in diesem Herbst häufen sich die Jubiläen: Münster war schon dran, gerade feierte „Asphalt“ in Hannover, übrigens auch mit Stefan Stoppok, unserem Titel der Septemberausgabe. Die Nürnberger KollegInnen vom „Straßenkreuzer“ eröffnen ihre Ausstellung: „20 Verkäufer, 20 Träume, 20 Bilder“, in Berlin begeht der „strassenfeger“ den 20. Geburtstag seines Trägervereins, im November sind die Stuttgarter von „Trott- War“ dran, usw.