28. November 2014 | Soziales |

150 Jahre Nordstadt - 150 Jahre Zuwanderung

Die „neuen“ Fremden kommen stets „unerwartet“, selbst in diesem eigens für Zuwanderer gebauten Stadtteil. Dabei sind die Elemente des Sprechens und Handelns angesichts neuer Zuwanderung in die Nordstadt unbewusste Wiederholungen.

Ob „Ekelhäuser“ (die Ethnisierung prekären Wohnens), „Task-Forces“ (die selektive Anwendung von Ordnungsrecht), „Arbeiterstrich“ (die Erzählung von Ausbeutung ohne Ausbeuter) oder der Topos „Ausländerkriminalität“: Arbeitsmigration erzeugt Konflikte, Deutungsmuster und Strategien staatlichen Handelns von erstaunlicher historischer Stabilität.

Ebendiesen Entwicklungen geht der Historiker Bastian Pütter (bodo e.V.) in seinem Vortrag „150 Jahre Nordstadt – 150 Jahre Zuwanderung“ am Montag, 08.12.2014 um 18:00 Uhr, im Interkulturellen Zentrum der AWO Dortmund (IKUZ) auf die Spur und zeichnet – von der Massenzuwanderung ländlicher Unterschichten im 19. Jahrhundert über die „Gastarbeiter“ und ihre Familien bis zu den EU-NeubürgerInnen – vergessene Kontinuitäten nach. Ein Plädoyer für eine erweiterte Perspektive.

Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Anmeldungen bis zum 04.12.2014 bei der AWO Integrationsagentur:
Aida Demirović-Krebs / Email: a.demirovic-krebs@awo-dortmund.de / Tel.: 0231 / 9934 203.