30. November 2012 | Soziales |

„Die im Schatten sieht man nicht“

Im Oktober erschien der erste Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz (nak) als Sonderausgabe des Berliner Straßenmagazins „straßenfeger“. In dem 24seitigen Pendant zum 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung werden unter Überschriften wie „Arm trotz Arbeit“, „Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit“ oder „Armut macht krank“ Missstände benannt und konkrete Forderungen an die Bundesregierung gestellt.

Der Schattenbericht wurde von Betroffenen mitverfasst. Jedes Kapitel beinhaltet Erfahrungsberichte im Wortlaut und die jeweiligen Forderungen der Nationalen Armutskonferenz. „Wir verabreichen die beklemmende Realität nicht häppchenweise, unsere Einschätzung steht fest: Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer und die Politik schaut weitgehend tatenlos zu“, fasst Thomas Beyer, Sprecher der „nak“, zusammen. Die „nak“ ist ein Zusammenschluss von Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege, der Kirchen, des DGB, bundesweit organisierter Initiativen.